Stadtgeschichten

Sie sind keine hohe Literatur, die Stadtgeschichten von Armistead Maupin. Ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte im San Francisco Chronicle veröffentlicht, haben sie aber alles, was eine unterhaltsame und herzerwärmende Lektüre über das Leben braucht – ohne dabei kitschig zu werden: Freundschaft, Liebe, Familie. Und natürlich nicht zu vergessen: das San Francisco der 80er Jahre. Der Anker der Romanreihe des aus San Francisco stammenden Schriftstellers Maupin ist das Haus von Anna Madrigal in der Barbary Lane 28. Unter ihrem Dach wird geliebt und (reichlich) gekifft, gestritten und gelacht. Ernste Fragen finden hier ebenso ein Zuhause – so thematisiert Maupin bereits das Thema Aids – wie heitere bis hin zu schon fast absurder Kost. Langweilig wird die Reihe nie, obwohl der erste Band inzwischen schon fast vierzig Jahre auf dem Buckel hat. Ja, und manchmal fühlt man sich wie in einem Retro-Möbelgeschäft – aber die Gegenwart vermisst man nicht. Es gibt zahlreiche Affären zu beginnen und Geheimnisse zu enthüllen. Ein bisschen wie eine Soap-Opera, nur sehr viel besser. Die Stadtgeschichten machen süchtig. Insgesamt sechs Bände hat Maupin bis 1989 veröffentlicht, dann folgen 18 Jahre Pause. 2007 wurde die Reihe fortgesetzt, ihr neunter Teil ist Anfang 2014 in den USA erschienen.

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