Guide: Syrakus

Für mich ist Syrakus eine der schönsten Städte Siziliens. Schon beim ersten Besuch war ich eingenommen vom pastellfarbenen Charme der Küstenstadt, die manchmal schick und herausgeputzt daher kommt, manchmal in einem verfallenen Zustand, der fast melancholisch anmutet – würde das Meer einen nicht immer wieder anglitzern.

Drei Dinge machen für mich den unwiderstehlichen Reiz von Syrakus aus: Die Schönheit seiner Bauwerke, die wunderbaren Bademöglichkeiten von provisorisch (und doch, keine Angst, sehr fest) in der Bucht verankerten Baugerüsten und nicht zuletzt das fantastische Essen. Ob auf dem täglich stattfindenden Mercato di Ortigia oder in den wunderbaren Restaurants in den Gassen der Altstadt – die tollen Meeresfrüchte und das einzigartig leckere Gemüse lassen das Herz jedes Gourmets höher schlagen.

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Wer in Syrakus sein Lager aufschlägt, ist außerdem in bester Position für Ausflüge zu den Attraktionen des Umlands. So die Musterstädte sizilianischen Barocks, Noto und Ragusa, die karibisch anmutenden Strände rund um Donnalucata oder auch das Fischerdorf Marzamemi, wo man bei einem fantastischen Essen den Gaumen streicheln und die Seele baumeln lassen kann. Aber von Anfang an…

Übernachten

Zwei Besuche, zwei Mal ein Quartier im schönen Hotel Gutkowski. Bei der Reservierung nach einem Zimmer mit Meerblick fragen! Wenn man Glück hat, wird man in einem Gebäude ein paar Häuser weiter einquartiert, das einen sensationellen Blick aufs Mittelmeer bietet. Schöne Zimmer, leckeres Frühstück, freundliche Menschen. Im Sommer wird noch dazu nachmittags auf der Dachterrasse des Hauses Granita gereicht. Beim dritten Besuch schlafen wir bestimmt wieder hier.

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Kleiner Tipp: In der Altstadt wird der Verkehr streng reglementiert. In den Abendstunden und am Wochenende wird die Zufahrt begrenzt – und Zuwiderhandlungen können recht teuer werden, wie feststellen mussten. Einfacher ist es daher, schon in den Mittagsstunden anzureisen. Das erleichtert auch die Parkplatzsuche, denn auch die Standorte fürs Urlaubsgefährt sind heiß begehrt. Im Notfall befindet sich aber in unmittelbarer Nähe des Hotels ein Parkhaus.

Sehenswürdiges

Es gibt in der Altstadt von Syrakus auf der Insel Ortigia kaum eine Ecke, die ich als „nicht besuchenswert“ bezeichnen würde – kein Wunder ist Syrakus gemeinsam mit der Nekropolis von Pantalica seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe. Da Ortigia auch nicht riesig ist, lohnt es sich, einfach einen ausgedehnten Spaziergang durch die Gassen der Stadt zu machen und sich treiben zu lassen. Früher oder später stößt man dabei auch auf den wunderschönen Domplatz oder die pittoresken und hochherrschaftlichen Uferpromenaden.

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Essen

Von Montag bis Samstag findet zwischen 8 und 14 Uhr der Mercato di Ortigia statt, der sich über die gesamte Via Emmanuele del Benedictis erstreckt. Auf diesem Markt kann man sich an den Köstlichkeiten der Insel sattsehen. Stände mit fünf verschiedenen Sorten Tomaten, wilde Gemüsesorten, Austern und Seeigel, Fischstände mit allerlei frischem Meeresgetier – schon ein kurzer Gang über den Mercato macht Lust auf Essen.

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Nach dem Marktbesuch solltet ihr bei den Fratelli Burgio zu einem köstlichen Mittagessen einkehren. Belegte Brote, Bretter mit wunderbaren Kleinigkeiten von Land und Meer – mit Blick auf das wilde Markttreiben lässt es sich wunderbar verweilen.

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Für den Beginn eines jeden Abends sei euch die wunderschöne Enoteca Solaria ans Herz gelegt. In dieser Weinbar könnt ihr inmitten von Einheimischen die hervorragenden Tropfen der Insel probieren. Die Auswahl ist groß, der Service freundlich, die Beratung sehr gut (und die Weine sowieso!). Dazu gibt es außerdem kleine Gerichte, die die Wartezeit bis zum Abendessen überbrücken helfen.

Außerdem zwei Tipps fürs Abendessen: Fantastische Meeresfrüchte und ihre hervorragende Zubereitung findet ihr in der Tavernetta da Piero in der Via Cavour. Hier durften wir zu erstaunlich erschwinglichen Preisen eine wunderbare Fischsuppe und köstliche Spaghetti mit Venusmuscheln genießen. Aber auch das superfrische Fisch-Carpaccio wäre allein schon einen Besuch wert gewesen.

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Meeresfruchtlastig geht es auch bei Sicilia in Tavola zu. In rustikalem Ambiente und bei superfreundlichem Service haben wir hier die hervorragenden Spaghetti mit Venusmuscheln, Garnelen und Pistazien genossen. Aber auch die Vorspeisen – unter anderem ein butterzarter Burrata mit intensiv-fruchtigen Tomaten – wurden mit vielen, vielen hochzufriedenen Seufzern verspeist.

In beiden Restaurants solltet ihr unbedingt reservieren!

Baden

Ein Bad im schönen Mittelmeer mit einem sagenhaften Blick auf die Altstadt ist an mehreren Stellen der Insel Ortigia möglich. Ich empfehle den Weg ins Meer von einem der Gerüste, die in die Steilküste gebaut sind. Auf den Felsen kann man nicht stundenlang herumliegen, aber das Wasser ist klar und erfrischend und der Ausblick unbezahlbar.

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Wer lieber an den Strand möchte, kann sich in den Mietwagen setzen und findet etwa 80 Kilometer entfernt die karibisch anmutenden Strände von Donnalucata.

Ausflüge

Noto

Noto wirkt wie ein Architekturmuseum – so viele schöne Gebäude, man weiß nicht, wohin man zuerst schauen soll. Noto ist an manchen Stellen zwar etwas steil, aber auch nicht besonders groß, so dass es sich auch hier lohnt, einfach ein bisschen umherzustreifen. Erschöpft vom Spaziergang könnt ihr dann noch die wunderbare Granita-Auswahl im Caffè Sicilia genießen.

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Marzamemi

Highlight eines Besuchs in Marzamemi ist die Taverna La Cialoma, in der sich wunderbar zu Mittag essen lässt. Hervorragend ist hier unter anderem das Traditionsgericht Pasta alle Sarde, aber auch die wunderbaren, frisch marnierten Gambas solltet ihr auf keinen Fall verpassen!

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