Copenhagen

William (Gethin Anthony), ein Kanadier dänischer Abstammung landet auf seiner Europatour – am Anfang sehen wir kurz Berlin! – in Kopenhagen. Für ihn ist die Stadt nicht einfach nur eine weitere Etappe seiner Reise, sie ist ein Teil seiner Vergangenheit: Er ist auf der Suche nach seinem Großvater. Dabei hilft ihm die 14-jährige Effy (Frederikke Dahl Hansen). William hat fünf Fotos bei sich, die seinen Vater an unterschiedlichen Orten der Stadt zeigen. An einem lauen Sommertag besuchen Effy und William diese Plätze, um mit eigenen Augen zu sehen, wo Williams Vater glücklich war – darunter auch klassische Kopenhagen-Sehenswürdigkeiten wie das Tivoli oder die Kleine Meerjungfrau. Copenhagen ist ein Film über das Erwachsenwerden, über die Suche nach den eigenen Wurzeln und über die Liebe, kompliziert und wunderschön, wie sie sein kann. Copenhagen ist ein nachdenklicher und melancholischer Film, aber auch mit kleinen Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen, etwa wenn William im Vorbeigehen leichthin ein volles Bierglas von einem Tisch klaut oder das Leihsystem für Fahrräder, die für nur 20 Kronen zu haben sind, mit dem Spruch „Verdammte Sozialisten!“ kommentiert. Nicht zuletzt zeigt Regisseur und Drehbuchautor Mark Raso (der übrigens bereits einen Student Academy Award gewonnen hat) mit Copenhagen eine wunderschöne Rundfahrt durch die dänische Hauptstadt – die bekannten und belebten Ecken ebenso wie die kleinen Gassen und unentdeckten Orte.

 

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