Berlin: Bars

Kurz gesagt: Die Auswahl ist riesig! In Berlin gibt es so viele Bars und Kneipen, dass ich es Zeit meines Lebens kaum schaffen werde, sie alle zu testen. Hier daher eine höchst subjektive Favoritenliste in den Kategorien Bier, Wein, Cocktails sowie Gute Mischung.

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Bier

Kaschk: Endlich gibt es sie auch in Berlin, gute Craft Beer-Bars. Das Kaschk sieht von außen nicht besonders gemütlich aus (große Fenster, Bürohausfassade), ist aber ein wunderbarer, sympathischer Laden mit einer großartigen Bierauswahl. Wer nicht weiß, was er mag, wird hier sehr gut beraten. Außerdem gibt es Probierboards, auf denen man sich vier Sorten zum Testen zusammenstellen kann. Ach so, eine gute Kaffeebar ist das Kaschk übrigens auch.

Linienstraße 40, 10119 Berlin (Mitte) // Mo bis Do von 8 bis 2 Uhr, Fr von 8 bis 3 Uhr, Sa von 10 bis 3 Uhr und So von 10 bis 2 Uhr

Hopfenreich: Und gleich die nächste Bierbar hinterher. Die Bierauswahl im Hopfenreich lässt einen schwindelig werden. Unzählige (genauer gesagt 22) gibt es hier regelmäßig vom Fass, in wechselnder Auswahl. Mehr habe ich in Berlin noch nicht vom Fass gesehen. Daher lieber kleine Gläser nehmen, dann lässt sich mehr probieren! Der Laden ist sehr schön, gemütlich, und immer wieder einen Abstecher wert.

Sorauer Straße 31, 10997 Berlin (Kreuzberg) // Täglich ab 16 Uhr

Birra: Heimlich still und leise hat sich diese italienische Craft Beer-Bar im Prenzlauer Berg in meine Top 3 geschlichen. Das Schöne: Hier gibt es seit 2016 nicht nur zahllose Biere vom Fass, die im gemütlich-rustikalen Schankraum fachkunding und immer mit einem Lächeln im Gesicht erklärt werden, sondern auch kleine Happen dazu. Wem nach dem dritten Glas nach Antipasti oder einem leckeren Toast ist, hat Glück gehabt. Und kann das einfach zum vierten Glas genießen.

Prenzlauer Allee 198, 10405 Berlin (Prenzlauer Berg) // Täglich von 17 bis 2 Uhr

Monterey Bar: Die dritte Craft Beer-Bar im Bunde liegt im Prenzlauer Berg. Eher der Typ dunkle Eckkneipe, aber mit einer schönen Bierauswahl und sehr freundlichem und zuvorkommenden Service. Achtung: Das Monterey ist eine Raucherbar.

Danziger Straße 61, 10435 Berlin (Prenzlauer Berg) // Täglich ab 17 Uhr

Heidenpeters: Zum Glück kann man beim Brauer Heidenpeters in der Markthalle IX nicht nur Bier trinken, wenn Streetfood Thursday ist. Sondern auch am Wochenende sowie dienstags. Die Klassiker sind ein tolles Pale Ale und die wunderbare Thirsty Lady. Zusätzlich bringt Johannes Heidenpeters gerne ein wenig Abwechslung ins Spiel und bietet saisonale Biere sowie immer wieder auch die Geschöpfe befreundeter Brauereien.

Markthalle IX, Eisenbahnstraße 42-43, 10997 Berlin (Kreuzberg) // Di von 14 bis 20 Uhr, Do von 17 bis 22 Uhr, Fr von 14 bis 20 Uhr und Sa von 12 bis 20 Uhr

 

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Wein

JAJA: Ende März 2016 hat in Neukölln die schöne JAJA-Naked Wine-Bar eröffnet. Hier gibt es ausschließlich Naturweine – lecker, spannend und vielseitig! Jeder Tropfen darf erst mal probiert werden bevor das Glas gefüllt wird. Oft fiel die Auswahl ganz schön schwer, man wollte eigentlich alle mal eingefüllt bekommen. Dazu gibt es kleine Happen, Oliven, Käse, Charcuterie sowie einen Außer-Haus-Wein-Verkauf. Wunderbar!

Weichselstraße 7, 10247 Berlin (Neukölln) // Di bis Do von 17.30 bis 0 Uhr, Fr und Sa von 17.30 bis 2 Uhr und So von 17.30 bis 22 Uhr

Wild Things: Seit 2016 bereichert diese schöne Weinbar Berlin-Neukölln. Hat absolut das Zeug zum Lieblingsladen. Hier gibt es unter der Überschrift „Let the grapes do their thing“ handverlesene, köstliche Naturweine aus fachkundiger Hand und dazu wunderbare kleine Köstlichkeiten. Unbedingt mit einer Portion Nori-Popcorn beginnen (und bei der Wahl des Weins beraten lassen) und dann je nach Lust und Laune ein paar der kleinen Gerichte teilen (und bei der Wahl des Weins beraten lassen). Geschmeckt hat hier bislang noch alles….wundert auch nicht, wenn man die große Schwester der wilden Dinger kennt: das Industry Standard.

Weserstraße 172, 12045 Berlin // Mo bis Fr 18 bis 2 Uhr, Sa und So von 12 bis 2 Uhr

MAXIM: Etwas versteckt liegt die MAXIM Bar à vins libres in Berlin-Mitte. Eher klassisch und schlicht eingerichtet, bietet sie eine tolle Auswahl von Weinen kleiner und unabhängiger Winzer. Dazu gibt es korrespondierendes Essen und eine hervorragende Käseplatte. Wir haben uns zu zweit eine große Käseplatte geteilt und sind damit wunderbar satt – und sehr zufrieden! – geworden.

Gormannstraße 25, 10119 Berlin (Mitte) // Mo bis Sa von 18 bis 1 Uhr

Brut Berlin: Zum Wein kommt im Brut Berlin eine sehr leckere Vesper, hessisch und französisch. Das heißt konkret: Es gibt Wurst-Käse-und-gemischte Platten sowie Quiche, Suppe und Salat. Auch die Weinauswahl ist deutsch-französisch gehalten, die Getränkekarte bietet aber auch genug für alle, die keine Lust auf vergorene Trauben haben.

Torstraße 68, 10119 Berlin (Mitte) // Mo bis Sa von 18 bis 1 Uhr

Cordobar: Blutwurstpizza, getrockene Rote Bete, bis zur höchsten Knusprigkeit geröstete Hühnerhaut – die Cordobar ist vieles, sicher nicht langweilig. Jedes Gericht kommt mit mindestens einer Besonderheit daher, die zwangsläufig zu umfangreichen Tischgesprächen führen muss. Schweigend genießen ist hier nicht, inspiriert genießen auf jeden Fall. Dass es in der Cordobar natürlich auch eine erlesene Weinauswahl gibt, soll keinesfalls verschwiegen werden. Flaschenweine kommen in Telefonbuchstärke daher, die Auswahl ist deutsch-österreichisch, es gibt aber auch Weine aus anderen Regionen. Ebenso hervorragend: der Service. Ein Erlebnis!

Große Hamburger Str. 32, 10115 Berlin (Mitte) // Di bis Sa von 18 bis 2 Uhr

 

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Cocktails

Rias: Schon seit einiger Zeit meine Lieblingsbar in Berlin, lässt sich den Titel auch nicht so leicht nehmen. Das liegt nicht nur an der schönen Atmosphäre und dem aufmerksamen Service, sondern vor allem: an den grandiosen Cocktails. Mein großer Favorit ist der Earl-Grey-Martini (möge er nie von der Karte verschwinden), aber auch alle anderen Getränke, die sich aus dem eigenen oder dem Glas meiner wechselnden Begleitungen getrunken habe, waren hervorragend. Achtung: Das Rias ist eine Raucherbar.

Manteuffelstraße 100, 10997 Berlin (Kreuzberg) // Täglich ab 19 Uhr

John Muir: Direkt ums Eck liegt John Muir, hier haben die Barkeeper ebenfalls ein Händchen für besondere Cocktails. Die Karte wechselt in längeren Zeitspannen, deswegen habt ihr bestimmt noch eine Weile Zeit, den tollen Ruby Soho zu probieren! Außerdem schön: Es gibt gutes Craft Beer! Auch bei John Muir wird übrigens geraucht.

Skalitzer Straße 51, 10997 Berlin (Kreuzberg) // Mo bis Sa von 18 Uhr bis spät

Schloss Neuschweinsteiger: In harte Konkurrenz zur Lieblingsbar ist vor nicht allzu langer Zeit das Schloss Neuschweinsteiger getreten. Würde ich ein bisschen näher dran wohnen…sie könnte das Rennen fast machen. Das liegt vor allem an der liebevoll gestalteten Karte und den hervorragenden Cocktails. Mein Favorit bislang: Ein wahnsinnig leckerer Cold Brew Martini. Im Sommer kann man hier draußen sitzen. Und: Im Schloss Neuschweinsteiger – früher übrigens die Helmut Kohl-Bar – wird ebenfalls geraucht.

Emser Straße 122/123, 12051 Berlin // Täglich ab 19 Uhr

Salut: Hier im Westen Berlins fühlt man sich in vergangene Zeiten zurückversetzt. Die „Classic Bar“ serviert seit 2007 „Klassische und moderne Barkultur in Berliner Art Déco- und Jugendstil-Ambiente“. Weniger förmlich ausgedrückt heißt das: Hervorragende Cocktails in 20er-Jahre-Atmosphäre. Üppig, aber stilvoll. Eine dieser Bars, in der man auch ohne zu wissen, was man will, den perfekten Drink serviert bekommt. Für alle, die lange nicht mehr im Westen waren – auf nach Schöneberg! Die Bar Salut ist übrigens eine Raucherbar.

Goltzstraße 7, 10781 Berlin // Täglich von 19 bis 4 Uhr

Bar der Kantine Kohlmann: Sie heißt einfach nur „Bar“ – und ebenso schlicht-schön wie der Name ist auch die Einrichtung. Im Winter am besten die Nähe des Kamins suchen, aber auch an der Bar oder in den kleinen Separées lässt es sich schön verweilen. Mein Liebling hier: der Rosemary Silver. Unbedingt MIT Eiweiß bestellen! Ihr ahnt es wahrscheinlich schon fast: Auch hier wird geraucht.

Skalitzer Straße 64, 10997 Berlin (Kreuzberg) // Täglich von 18 Uhr bis spät

Pauly Saal: Im Restaurant Pauly Saal kann man nicht nur hervorragend essen, die angeschlossene Bar bietet ebenso hervorragende Cocktails. Hier kann man besonders stilvoll trinken: Die Bar vom Pauly Saal ist (ebenso wie das Restaurant) eine reine Augenweide – nach Aussage der Macher inspiriert vom Berlin der 20er Jahre.

Auguststraße 11-13, 10117 Berlin (Mitte) // Täglich von 18 Uhr bis spät

Lebensstern Bar: In der alten Einstein-Villa im Berliner Westen ist nicht nur das traditionelle Restaurant untergebracht, sondern auch die gediegene Lebensstern Bar. Umfangreiche Cocktailkarte, noch umfangreicheres Spirituosen-Verzeichnis. Über 55 Seiten kann man Hochprozentiges auswählen – übrigens auch einen hauseigenen Gin – und dann bei schönem Wetter mit Blick auf den Garten oder bei schlechtem mit Blick auf die edlen Tropfen genießen.

Kurfürstenstraße 58, 10785 Berlin (Tiergarten) // Täglich von 19 bis 3 Uhr

Marietta: Manchmal hat man das Gefühl, dass diese Art von Bars langsam ausstirbt: Die Marietta Bar kommt im klassischen Second Hand-Möbel-Schick daher, in dem eine Zeit lang fast jede Bar eingerichtet war. Ein bisschen studentisch, aber eine schöne Cocktailkarte mit vielen Klassikern. Entspannt, sympathisch, ungezwungen. Gut zu wissen: Raucherbar mit Selbstbedienung.

Stargarder Straße 13, 10437 Berlin (Prenzlauer Berg) // Mo bis Do von 10 bis 2 Uhr, Sa und So von 10 bis 4 Uhr

Hotel de Rome: Es gibt viele schöne Hotelbars in dieser Stadt, doch egal ob Sommer oder Winter: Die vom Hotel de Rome ist mir am liebsten. Im Winter kann man sich in kuschelige Sessel fallen lassen und die gediegene Atmosphäre des Hauses genießen. Im Sommer dann öffnet bei schönem Wetter die wunderschöne Dachterrasse mit Blick auf den Bebelplatz. Ein Pimms in der Hand und Berlin vor den Augen, wunderbar.

Behrenstraße 37, 10117 Berlin // Bebel Bar: Täglich von 9 bis 1 Uhr; Dachterrasse: Bei schönem Wetter von 12 bis 22 Uhr

Amano Bar: Und noch eine Hotelbar. Mit außergewöhnlich guten Drinks. Etwas versteckt liegt die Amano Bar am kurzen Ende der Rosenthaler Straße, hier trifft man vor allem Touristen und Hotelgäste, vielleicht auch ein paar Berliner. Die Cocktails sind etwas teurer als gewohnt, aber auch etwas besser als gewohnt. Überraschend, dass man hier rauchen darf – und trotzdem nicht das Gefühl einer klassischen Raucherkneipe auftaucht.

Auguststraße 43, 10119 Berlin (Mitte) // Täglich ab 17 Uhr

Neue Odessa Bar: Hier wird der Cocktail wirklich ernst genommen, mein Lieblingsdrink ist der hervorragende Pisco Sour. Das Publikum ist zwar sehr oft Mitte-Mitte, aber der nette Service, die guten Cocktails und die gelungene Einrichtung versöhnen dafür. Auch hier der Hinweis: Das ist eine Raucherbar.

Torstraße 89, 10119 Berlin (Mitte) // Täglich ab 17 Uhr

Le Croco Bleu: Man sieht hier gerne mal russische Touristen die Einrichtung fotografieren. Aber man muss auch zugeben: Die hat es in sich. Ob das alte Industrieambiente, der ausgestopfte Bär am Eingang oder die Kopfüber-Eule – hier gibt es reichlich zu sehen. Vor allem aber: Sehr Gutes zu trinken. Von sich reden gemacht hat das Croco Bleu vor allem mit dem Fairy Floss, der mit einer Haube aus Absinth-Zuckerwatte daher kommt. Aber auch Prince Charles wurde hier sehr genossen. Dazu gab es, ohne Hinweis in der Karte, drei leckere gegrillte Garnelen.

Prenzlauer Alle 242, 10405 Berlin (Prenzlauer Berg) // Do bis Sa ab 18 Uhr

 

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Gute Mischung

 

Bar Milano: Endlich gibt es den Aperitivo auch in Berlin! Seitdem mich diese Nachricht erreichte, wollte ich unbedingt sofort in die Bar Milano. Dort werden zu den wunderbaren Getränken ebenso wunderbare Aperitivo-Happen gereicht. Am besten an die Bar setzen, dann kann man den fröhlichen Betreibern beim ebenso fröhlichen Zubereiten und Ausschenken zuschauen. Bei Instagram findet ihr übrigens eine schöne Vorschau!

Brunnenstraße 11, 10119 Berlin // Mo bis Sa von 17 bis 0 Uhr

Hackendahl: Diese urige Kneipe habe ich leider erst sehr spät entdeckt – dann aber umso mehr in mein Herz geschlossen. Hätte ich früher geahnt, welche Perle sich hier am oberen Ende der Friedrichstraße befindet, hätte ich mir viele Abende in mittelmäßigem Ambiente erspart. Schöner Ort mit guter Getränkeauswahl. Der Pastis kommt übrigens mit einer zauberhaften Karaffe, die ihresgleichen sucht.

Friedrichstraße 128, 10117 Berlin // Mo bis Sa ab 16 Uhr

Madonna Bar: Sagenumwoben ist in der Madonna Bar die Whiskey-Auswahl: 250 Sorten stehen hier nach eigener Aussage im Regal. Wer also mal umfangreich – und in entspannter Atmosphäre – probieren möchte, ist in Berlin-Kreuzberg genau richtig. Aber auch jene, die einen schönen Abend in einer unkomplizierten Bar verbringen möchten.

Wiener Straße 22, 10999 Berlin // Täglich ab 15 Uhr

Möbel Olfe: Man möchte es unbedingt meiden, das Wort „Institution“, doch die Möbel Olfe lässt sich einfach nicht besser beschreiben. Hier muss man mal gewesen sein, führt einfach kein Weg dran vorbei. Nicht die gemütlichste Bar der Stadt, nicht die variantenreichste Getränkeauswahl. Aber: immer nettes Publikum und immer ein schöner Abend. In der Möbel Olfe habe ich mich noch nie gelangweilt. Ach so, geraucht wird übrigens auch hier.

Reichenberger Straße 177, 10999 Berlin // Di bis So von 18 bis 4 Uhr

Klunkerkranich: Ein altes Parkdeck in Neukölln wurde zu einem wunderbaren Ort für den Sommer: Mit einem schönen Blick über die Stadt kann man hier Snacks essen, am Bier nippen und der Sonne beim Untergehen zuschauen. Aber Achtung: Besser früh herkommen (19 Uhr ist eine gute Zeit), denn zu späterer Zeit bilden sich lange Schlangen auf dem direkt darunter liegenden Parkdeck, eingelassen wird nur, wenn ein anderer geht. Und das kann dauern bei der schönen Location. Im Herbst und Winter öffnet der Klunkerkranich für unterschiedliche Events, die Website gibt Aufschluss, was gerade ansteht.

Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin // Wechselnde Öffnungszeiten je nach Jahreszeit

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